Ess- und Fütterstörungen

Eine sogenannte Ess- und Fütterstörung, auch frühkindliche Regulationsstörung genannt, liegt vor, wenn ein Kind im frühen Kindesalter langfristig Schwierigkeiten hat oder nahezu unfähig ist, Nahrung aufzunehmen oder bei sich zu behalten. Häufig treten die Probleme während Übergangsphasen zu neuen Nahrungsformen auf.

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Sprachentwicklungsstörung (SEV / SES)

Bei Kindern sprechen wir von einer Sprachentwicklungsstörung, wenn Probleme in der Aussprache, mit der Grammatik, in der Bedeutungsentwicklung oder Wortfindung, vielfach auch wenn allgemein Störungen des Kommunikations- und Dialogverhaltens vorliegen. Es gibt vielfältige Ursachen für die ausbleibende Entwicklung, die unter anderem mit genetisch/neurologischen, organischen oder psychischen Faktoren einhergehen und daher immer auch in Zusammenhang mit anderen Entwicklungsbereichen zu betrachten sind.

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Phonologische Störungen / Artikulationsstörungen

Die am häufigsten auftretenden Aussprachestörungen sind die Artikulations- / Phonetische Störung (Dyslalie) und die Phonologische Verzögerung, bei denen eine Abweichung des Lauterwebs vorliegt. Es ist ganz natürlich, wenn Ihr Kind bis etwa zum 5. Lebensjahr Schwierigkeiten hat, Laute und Lautverbindungen zu bilden und korrekt auszusprechen. Wenn diese Sprachstörung auch im fortgeschrittenen Alter anhält und Ihr Kind Laute phonetisch nicht richtig wiedergibt (z.B. Lispeln „Sokolade statt Schokolade“) oder Laute auslässt oder ersetzt, liegt eine der beiden oben genannten Störungen vor, die Sie logopädisch behandeln lassen sollten. Artikulationsstörungen hängen häufig mit der unausgewogenen Muskelspannung der Lippen, Wangen oder Zunge einher (Myofunktionelle Störung).

Myofuntionelle Störungen (MFS) / Orofaziale Dysfunktionen

Von einer myofunktionellen Störung sprechen wir, wenn die Muskelfunktion und der Bewegungsablauf Ihres Kindes in Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen beeinträchtigt sind. Wenn Ihr Kind überwiegend durch den Mund atmet, häufig feuchte und glänzende Lippen oder auch eine nach außen geformte Ober- oder Unterlippe hat, lässt dies vermuten, dass eine solche motorische Störung vorliegt. Das hat in der Regel strukturelle oder anatomische Ursachen, wie z.B. ein verkürztes Zungenbändchen oder der Lippen-, Kiefer- oder Gaumen-Anomalien.

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Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Von einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung sprechen wir, wenn die Aufnahme und Weiterverarbeitung von gehörten Informationen gestört ist. Dies liegt nicht an einer Fehlausprägung des Hörorgans oder an mangelnder Intelligenz, vielmehr liegt hierbei eine Störung des Hörnervs vor. Entweder hat Ihr Kind Schwierigkeiten, Informationen zu filtern oder es verwechselt Silben oder Laute, wodurch Gesprochenes gar nicht oder missverstanden wird. Insbesondere wenn viele oder laute Umgebungsgeräusche während eines Gesprächs (oder einer Aufgabenstellung in der Schule) vorhanden sind, werden die Probleme deutlich.
Wenn eine logopädische Diagnose erfolgt ist, raten wir Ihnen auch hierbei zu einer therapeutischen Behandlung, um die Sprachentwicklung Ihres Kindes nicht langfristig zu verzögern.

Stottern / Poltern

Wir sprechen vom Stottern oder Poltern, wenn der Redefluss eines Menschen gestört ist oder Laute gar nicht erst gebildet werden können bzw. wenn die Sprechgeschwindigkeit so hoch ist, dass sich das Kind beim Sprechen überschlägt und viele Fehler macht.

Die Differenzierung zwischen Stottern und Poltern ist manchmal nicht ganz einfach.
Hier ein kleines Beispiel wie es ggf. unterschieden werden kann:

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